Referenz Temporäres Terminal Flughafen Berlin–Schönefeld


Aufgabe

Berlin-Schönefeld ist der kleinere der beiden Flughäfen der Bundeshauptstadt - trotzdem verzeichnet er jährlich bis zu 13 Millionen Fluggäste. Auch, weil der neue Flughafen Berlin-Brandenburg nach wie vor nicht eröffnet ist und die Zahl der an- und abreisenden Besucher jedes Jahr steigt, werden dringend neue Kapazitäten benötigt. Daher sind umfangreiche Sanierungsarbeiten der Flughafen-Infrastruktur notwendig. Während der Bauarbeiten benötigen die Flughafenbetreiber eine temporäre Lösung für die Abfertigung der Fluggäste.

Auf der Suche nach einer Lösung nahmen die Verantwortlichen Kontakt mit Neptunus auf. Das Unternehmen hat schon viele temporäre Terminals für internationale Flughäfen gebaut – etwa in Schiphol in den Niederlanden und auf Magdeburg-Cochstedt.

 

Lösung

Die Techniker von Neptunus benötigten nur drei Wochen für den Bau des Terminals, der aus zwei hochmodernen temporären Gebäude des Unternehmens besteht – ein sogenanntes 'Evolution III', das über 2.200 Quadratmeter Fläche bietet, verbunden mit einem 189 Quadratmeter großen 'Flexolution II'.

Weitere drei Monate nahm der komplexe Innenausbau in Anspruch, ehe das Terminalgebäude im Dezember in Betrieb genommen werden konnte. Im Abflugbereich, der Platz für 1.200 Fluggäste bietet, befinden sich ein Restaurant, ein Spielbereich für Kinder und Toiletten. Es gibt fünf Gates für den Abflug, jedes mit zwei Pre-Boarding-Schaltern und einem Pre-Boarding-Bereich für jeweils 120 Fluggäste.

Neptunus war für die Abwicklung des gesamten Auftrags verantwortlich. Dazu gehörten die Stromversorgung, die Beleuchtung, die Heizung, die Be- und Entlüftung, Toiletten sowie rutschfeste Böden. In Zusammenarbeit mit Siemens wurde außerdem ein innovatives Brandmeldesystem installiert. Das Gebäude soll mindestens 18 Monate genutzt werden – und hat eine Option auf weitere sechs Monate.

Herausforderungen

Ein Gebäude an einem in Betrieb befindlichen Flughafen zu errichten heißt, dass alle Baumaterialien und Ausrüstungsgegenstände ausschließlich nachts geliefert werden können. Das sind jedoch Herausforderungen, die zu erwarten sind, wenn man in einem Hochsicherheitsbereich arbeitet.

Das 'Evolution III' und das 'Flexolution II' wurden mittels eines Kassettenbodensystems mit integrierten Betonbodenelementen für die Verankerung auf dem Rollfeld aufgebaut. Mit den Kassettenbodensystemen bieten die Gebäude von Neptunus ideale Lösungen für eine kurz- oder längerfristige Mietdauer.

Mit der ausgefeilten temporären Gebäudetechnologie kann Neptunus Raumlösungen anbieten, die wie ein herkömmliches permanentes Flughafenterminal aussehen. Die modularen Gebäudesysteme ermöglichen maximale Flexibilität in Bezug auf Dimension und Design und eignen sich für eine Vielzahl kommerzieller Anwendungen. Die Gebäude, die aus nachhaltigen Materialien gebaut wurden, sind vollständig demontierbar und können für neue Projekte umgesiedelt oder neu konfiguriert werden.

Ergebnis

Joachim Korkhaus, Projektleiter seitens der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB), lobte die Arbeit des Neptunus-Teams, das das Projekt koordinierte. Er sei „sehr zufrieden“ mit der Durchführung des Projekts und dem Endergebnis.

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